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Chronik 1920 - 2009 (Zur neuen Chronik)

Bereits seit dem Vorfrühling 1920 kamen 6 sangesfreudige Männer aus Hausleiten, Kirchstetten und Oberbachham im „Humergute" in Hausleiten zum Singen zusammen. Mit dem Verwalter am „Kauzgut" in Trindorf, Konrad Wiltschek, einem geborenen Steirer und Mundartdichter kam es zur Gründung der „SÄNGERRIEGE" Oftering, die im Jahr 1922 erfolgt ist.Gründer
Wiltschek, der Motor und „Obmann" der Sängemege hat im Winter 1924 eine Chronik angelegt, die er bis Juli 1934 vorbildlich führte. In dieser Zeit kam es mit Franz Wörister als Chorleiter und einer Anzahl von ca. 12 Sängern zu einer Blüte des Vereins. Zahlreiche Aktivitäten, wie Mitwirkungen bei örtlichen Festen, Silvester- und Faschingsfeiem, Familien- und Liederabenden, nicht nur in Ortering, sondern auch in den umliegenden Gemeinden, Besuche bei befreundeten Gesangvereinen und herrliche Sängerausflüge sind in der Chronik genau beschrieben.
Einen kulturellen Mittelpunkt stellte zu dieser Zeit auch Schloss Freiling dar, da die Eigentümerfamilie mit Major Peller und seinem Freund General Weidinger ganz besonders mit der Sängemege verbunden war.programm
Die politischen Spannungen vor dem Anschluss im März 1938 haben dazu beigetragen, dass die Chronik ab Juli 1936 schweigt. Mit dem endgültigen Ausscheiden von Konrad Wiltschek erlahmten die gesanglichen Aktivitäten und sind mit Kriegsbeginn im September 1939 eingestellt worden.
Nach dem Krieg wurdet in den Jahren 1946 und 1947 mit jungen Sängern zuerst noch unter Chorleiter Franz Wörister, dann unter Chorleiter und Obmann Hans Hochmair, dem Ofteringer Kirchenwirt und Bäckermeister, das Singen wieder aufgenommen und allmählich intensiviert. Das Liedgut und die Veranstaltungen waren ähnlich wie in der Zwischenkriegszeit. Auch die Anzahl der Sänger (12 Männer) hat sich kaum geändert.
Mitte der 60 iger Jahre, noch unter Chorleiter Hans Hochmair, hat sich die Anzahl der Sänger mit dem Beitritt einiger junger Männer erstmals gegen 20 erhöht.das Team
Anfangs der 70 iger Jahre wurde der Beschluss des Beitritts zum „Oberösterreichisch Salzburgischen Sängerbund" gefasst und am 15. Oktober 1972 der Gausängertag in der Ofteringer Mehrzweckhalle abgehalten. Zu diesem Zeitpunkt war bereits Rudolf Schöllenberger Obmann und hat sich sehr für den Verein eingesetzt.
Nach längerer Krankheit verstarb der Chorleiter Hans Hochmair am 20. September 1972. Sein Nachfolger wurde der Volksschullehrer Eduard Ortner. 1977 legte Obmann Rudolf Schöllenberger die Obmannstelle nieder und Dipl. Ing. Rudolf Netherer wurde zum Obmann gewählt.

In der folgenden Zeit erlebte der Verein, der sich nun als „MGV Sängerrunde Oftering" bezeichnete, eine Blütezeit. Die Anzahl der Sänger, durchwegs junge Männer, erhöhte sich auf über 30 Personen. Veranstaltungen, wie der Sängerball, Frühjahrs- und Herbstkonzerte, sowie Adventsingen waren bestens besucht. In diese Zeit fallen auch Auslandsreisen wie Teilnahme am Deutschen Sängerbundesfest in Berlin und Hamburg.
Das Liedgut wurde stark und vor allem mit modernen Chorsätzen erweitert.
1973, nach dem Ausscheiden Eduard Ortners, konnte der junge, talentierte Chorleiter Ernst Hagmüller gewonnen werden. Unter seiner Leitung wurde die Chorliteratur nochmals stark erneuert und erweitert. Der MGV Oftering wagte sich nun auch über Bachkantaten, die gemeinsam mit dem Evang. Kirchenchor Wels und dem UNION Chor Lambach aufgeführt wurden. Mit letzterem Chor wurden in Lambach mehrere Großkonzerte veranstaltet. Erwähnenswert sind auch die Produktionen von 2 CD's und wunderschönen Sängerfahrten, z. B. nach Belgien, in die Schweiz, nach Schweden, in das Elsass und das Rheinland.
Seit Anfang der 90 iger Jahre stand Hans Jörg Wurm an der Spitze des Vereines.Gruppe


"Neue Chronik"

Das Adventkonzert 2011 fand am 4.Dezember in der (überfüllten) Ofteringer Pfarrkirche statt und fand begeisterte Aufnahme beim Publikum ("standing ovationes"). Wie im Vorjahr begeisterten die "Aigner-Mädchen" und diesmal auch die "Hausmusik Wimmer". (Programm)

Wie im Vorjahr fand auch diesmal das Konzert 2011 zu Christi Himnmelfahrt, Do., den 2.Juni, in der gut besuchten, aber nicht ausverkauften Mehrzweckhalle statt. Es stand unter dem Motto "gern gesungen, gern gehört". Am Programm standen Lieder, die unter den letzten 4 Chorleitern einstudiert wurden.

MGV-Sängerrunde auf großer Fahrt: San Daniele - Udine - Aquileia - Grado - Cormons - Cividale - Mossa
Es war wieder einmal soweit. Um den Nationalfeiertag herum ist es schon Tradition, dass die Sängerrunde einen "Ausflug"  - meist ins benachbarte Ausland - unternimmt. Nicht weil wir die Ansprache unseres verehrten Bundespräsidenten fürchten, keineswegs, sondern weil es häufig einen Zwickeltag gibt, so daß auch unsere (wenigen) Berufstätigen mitfahren können.
Und wir sind ja nicht allein. Natürlich sind unsere Frauen dabei und – was uns besonders freut – eine ganze Reihe lieber Freunde. So brachten wir es diesmal auf 38 Teilnehmer.
Unser Ziel war das Friaul, eine Gegend, die nicht nur reichhaltigen Anschauungsunterricht über mehr als 2000 Jahre europäischer Kultur aufweist, sondern auch für kulinarische Genüsse bekannt ist. Zwischen dunklen Zypressen und goldgelben Weinbergen in den Colli Friulani liegen steingemauerte Tavernen und Weinkeller, die es uns angetan haben.
Im Dom von Aquileia stimmten wir "Herr Deine Güte…" an, was mit der Akustik des riesigen Domes voll zur Geltung kam. Aber Petrus muß wohl auf beiden Ohren taub gewesen sein: es schüttete den ganzen Tag in Strömen. So blieb uns – zu unserer nicht geringen Freude – nichts anderes übrig, als in einem Weinkeller auszuharren, den wir nahe Cormons an der slovenischen Grenze bei der Familie Gradnik fanden. Ein Traum von einem Keller: wir alle hatten an einer einzigen Tafel Platz. Dass in so einem Fall unser gesamtes Repertoir  - lediglich unterbrochen von ausgiebigem Weingenuss – zur Anwendung kam, versteht sich von selbst. Gezählte sechs Stunden hielten wir durch, dann hatte selbst Petrus Mitleid und ließ es nur mehr tröpfeln.
Den Abschluss am Tag der Rückfahrt bildete noch ein kulinarischer Hochgenuss. In einem Gasthaus nahe Mossa hatten wir 3 Menüs mit typisch friulanischer Kost bestellt: Wildschweinbraten, Risotto und Ente waren hervorragend zubereitet, ausgezeichneter Wein und Grappa inbegriffen.
Alles in allem eine gelungene Tradition.

Das Adventkonzert 2010 fand am 5. Dezember statt, diesmal gemeinsam mit dem Kirchenchor Oftering und - wie im Vorjahr- mit den Geschwistern Aigner, Hannes Mosch und dem Ofteringer Bläserensemble.Das Programm war sehr abwechslungsreich und stimmungsvoll. Die Ofteringer Kirche war bis auf den letzten Platz ausverkauft (€ 5.-), der Reingewinn wurde dem Behinderteninstitut in Bad Wimsbach gespendet.
Insgesamt wie im Vorjahr ein großer Erfolg.

Zu Christi Himmelfahrt 2010, am Donnerstag, den 13 Mai, fand in der neu adaptierten Mehrzweckhalle ein Konzert unter dem Motto "Wie die Alten sungen..." statt. Altes Liedgut stand am Programm, und das Interesse der Ofteringer und vieler Gäste aus der näheren und ferneren Umgebung war groß. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Konzert wurde mit viel Applaus quittiert, was 2 Draufgaben erforderte.
Die angebotenen Schmakerl "der etwas anderen Art" - es gab Blunzng'röstl mit Sauerkraut und als Alternative einen italienischen Antipasta-Teller mit Salami, Parmesan und weiteren Köstlichkeiten - verleitete viele Gäste dazu, mit uns einen vergnüglichen Abend (bis Mitternacht) zu verbringen.

Unser Adventkonzert, das wir am 8.Dez.2009 gemeinsam mit den Geschwistern Anna und Julia Aigner (Querflöte/Klavier) und einem Bläserquartett unter Gerhard Schwärzler, mit Hannes Mosch am Klavier/Orgel und Bernhard Aigner als Sprecher in der Kirche zu Oftering zur Aufführung brachten, wurde von allen Besuchern nicht nur mit lang anhaltendem Applaus, sondern auch mit viel Lob und Anerkennung für unseren Chorleiter Matthias Engler bedacht.
Im Anschluss fand im Pfarrheim ein Umtrunk mit Wein, Glühwein und Kinderpunsch statt, wobei auch die von unseren Sängerfrauen hergestellten Kekse großen Anklang fanden. Der Andrang war groß, und die letzten Gäste verließen uns um ca. 23:30 Uhr.
Insgesamt also eine sehr stimmungsvolle und gesanglich sehr gelungene Aufführung.

Am 23.09.2009 fand die Jahreshauptversammlung sowie die Wahl des neuen Obmanns, des Ausschusses und der Kassaprüfer statt. Zum neuen Obmann wurde DI. Franz Wörister gewählt. Chorleiter: Matthias Engler, Kassier: DI. Rudolf Netherer, Schriftführer: Dr. Harald Leitner, Archiv: DI. Franz Lehner, Organisation: Markus Mayer.

Am 6. bzw.7. Juni 2009 wurden die Konzerte "Perlen geistlicher Chormusik" in der evangelischen Kirche in Marchtrenk und in der Christuskirche in Wels mit großem Erfolg aufgeführt. Das Publikum bedankte sich beim Chor und den Instrumentalisten mit stehenden Ovationen, so dass das "Halleluja"als Zugabe wiederholt wurde.